Forschungsschwerpunkt 7

Messung und Vorhersage der Qualität multimodaler Telekommunikationsdienste

Die Arbeiten in diesem Forschungsschwerpunkt beziehen sich auf die Gestaltung multimodaler Telekommunikationsdienste, wie Unterhaltungsportale, intelligente Hausumgebungen oder sicherheitsrelevante Verwaltungs- und Authentifizierungsportale. Ziel ist es, die Qualität und Usability solcher Anwendungen bereits frühzeitig im Entwicklungsprozess mit geringem Einsatz von Probanden zu messen und mittels Simulation vorherzusagen. Dabei müssen Besonderheiten der Domäne (wie z. B. große, inhomogene Benutzergruppen und schnelle Entwicklungszyklen) berücksichtigt werden.

Dieser Forschungsschwerpunkt wird von Prof. Dr.-Ing. Sebastian Möller betreut.

Derzeit betreuete Stipendiaten/Kollegiaten:

Im FSP 7 betreute studentische Arbeiten finden sie hier.

Modellierung von Benutzerverhalten im Umgang mit multimodalen Diensten

Stefan Schaffer, M.A.

1. Betreuer: Prof. Dr.-Ing. Sebastian Möller
2. Betreuer: Prof. Dr. Manfred Thüring

In dem Dissertationsprojekt werden mit Hilfe kognitiver Architekturen Modelle zur Simulation von multimodaler Mensch-Maschine-Interaktion formalisiert, implementiert und für verschiedene prototypische Anwendungen validiert. Die dabei entstehenden Benutzermodelle werden für die Verwendung innerhalb modellbasierter Evaluationswerkzeuge aufbereitet. Konkret wird insbesondere die Frage der Auswahl und Präferenz einzelner Eingabemodalitäten am Beispiel von prototypischen Anwendungen der Deutschen Telekom Laboratories, untersucht. Bestehende Werkzeuge zur modellbasierten Evaluation unimodaler Systeme werden um Aspekte multimodaler Interaktion erweitert. Die so bereitgestellten Verfahren ermöglichen die Bewertung von Qualität und Gebrauchstauglichkeit multimodaler Versuchsmodelle von Systemen in frühen Phasen der Produktentwicklung, in denen noch kein Prototyp vorliegt.

Ausführliche Informationen {$ext.ml_links.fileSymbol} (202 KB)

Poster der 8. Berliner Werkstatt MMS {$ext.ml_links.fileSymbol} (862 KB)

Einfluss von Systemausgaben auf die Gebrauchstauglichkeit multimodaler Mensch-Maschine-Systeme

Julia Seebode, M.A.

1. Betreuer: Prof. Dr.-Ing. Sebastian Möller
2. Betreuer: Prof. Dr. Hartmut Wandke

Das Dissertationsvorhaben hat das Ziel vorhandene und neue Methoden zur Messung subjektiver Qualitätsbewertung multimodaler Interaktion zu entwickeln, die geeignet sind, auch bislang weniger quantifizierte Aspekte (z.B. hedonischer Qualität) zu erfassen. Der Schwerpunkt des Forschungsvorhabens liegt dabei auf der Untersuchung von Wirkung und Bewertung von Systemausgaben in verschiedenen Modalitäten, wie bspw. nonverbale auditive und taktile Meldungen neben Sprache und grafischen Nutzerschnittstellen. Dabei sollen Untersuchungen zunächst unimodal für die verschiedenen Arten von Systemmeldungen durchgeführt und ein geeignetes experimentelles Paradigma etabliert werden. Darauf aufbauend werden ausgewählte Meldungen in multimodalen Prototypen integriert, um deren Wirkung auf die Interaktion von Nutzern mit solchen multimodalen Systemen zu erforschen. Die so entwickelten Verfahren dienen der verlässlichen Messung sowohl von Nutzerurteilen als auch von Interaktionsparametern, die dann für die Qualitätsvorhersage genutzt werden können.

Ausführliche Informationen {$ext.ml_links.fileSymbol} (14 KB)

Poster der 8. Berliner Werkstatt MMS {$ext.ml_links.fileSymbol} (402 KB)

Qualitätsbewertung multimodaler Medien-Übertragungsdienste

Dipl.-Inf. Sebastian Arndt

1. Betreuer: Prof. Dr.-Ing. Sebastian Möller

2.Betreuer: Prof. Dr. Dietrich Manzey

Die wahrgenommene Qualität bei der Übertragung und beim Erleben von audiovisueller Medien spielt eine wichtige Rolle in Industrie und Forschung. Bisher wird der Qualitätseindruck über standardisierte Bewertungsskalen im Anschluss an die Präsentation eines Testreizes erfragt. Es ist allerdings nicht geklärt, wie dieses bewusste Urteil zustande kommt, welchen Anteil unbewusste Prozesse dabei spielen, und welche physiologischen Veränderungen damit einhergehen. In einer ersten Versuchsreihe konnten Hirnstrommessungen (EEG) als zusätzliche Größe bei der Bewertung der Qualität von Audiosequenzen etabliert werden. Das Dissertationsvorhaben soll dieses und weitere physiologische Maße hinsichtlich ihrer Eignung für die Qualitätsbewertung und -vorhersage überprüfen.

Gestaltung und Evaluierung mobiler multimodaler Interaktionen

Dipl.-Math. Ralf Reichmuth

1. Betreuer: Prof. Dr.-Ing. Sebastian Möller

Ein wichtiges Anwendungsfeld multimodaler Interaktionen sind mobile Telekommunikationsdienste, wie sie auf Smartphones und Tablet-Computern angeboten werden. Um eine möglichst hohe Nutzungsqualität sicherzustellen, sind sowohl nutzerzentrierte Protopying- und Entwicklungszyklen als auch Wissen über die Verwendung und Präferenz adäquater Eingabe- und Ausgabemodalitäten wichtig. Dabei spielt der mobile Anwendungskontext und damit verbundene Einflussfaktoren (Nutzungsziel, Umgebungsfaktoren, Ablenkung durch parallele Tätigkeiten etc.) eine zentrale Rolle. Anhand von typischen multimodalen Apps aus dem Universitätsumfeld sollen in diesem Dissertationsvorhaben neuartige Methoden zur Gestaltung und Evaluierung multimodaler Apps entwickelt und in Experimenten erprobt werden.

Betreute studentische Arbeiten

laufende Arbeiten

abgeschlossene Abschlussarbeiten

Auswirkungen von verzögertem Systemfeedback im mobilen Kontext (Bachelorarbeit)
Arne Denneler
Julia Seebode, M.A. | FSP 7

Modalitätenwahl bei multimodaler Interaktion {$ext.ml_links.fileSymbol} (1.2 MB)
Michael Minge
Stefan Schaffer, M.A.; Prof. Dr. Manfred Thüring; FSP 7