Ausgangslage

Die Bedeutung der Mensch-Technik-Interaktion ist in den vergangenen Jahren stetig gewachsen. Zum Einen hat der technische Fortschritt deutliche Auswirkungen auf die Entwicklung und Gestaltung von technischen Systemen, zum Anderen ändern sich Rollen und Funktionen, sowohl die der Technik als auch die der mit diesen Systemen interagierenden Menschen.

Ziele

Ziel des Graduiertenkollegs ist die Entwicklung und Integration von Methoden, Verfahren und Werkzeugen zur Berücksichtigung der Mensch-Maschine-Interaktion bereits in frühen Phasen der Gestaltung technischer Systeme. Weitere Ziele sind die Gewinnung von Daten, Erkenntnissen und Modellen zur Mensch-Technik-Interaktion, die in die Entwicklung von Methoden und Werkzeugen zur prospektiven Gestaltung optimumnaher Mensch-Maschine-Systeme eingehen, und die Erarbeitung von Heuristiken, Best Practices und Prototypen.

Forschungsansatz

Neben ausgewählten Domänen der Mensch-Maschine-Interaktion (Kraftfahrzeugführung, Prozessführung, sowie interaktive Produkte aus dem Konsumgüterbereich) werden die wichtigsten, domänenübergreifenden Fragen zur prospektiven Gestaltung von Mensch-Maschine-Interaktion in den Mittelpunkt des Forschungsprogramms gerückt. Die Förderung des Dialogs und des Austausches von Wissen und Methoden zwischen den beteiligten Disziplinen sind darüber hinaus wesentliche Ziele, an denen sich das Graduiertenkolleg messen lassen will.

Studienprogramm

Ziel des Studienprogramms ist die strukturierte und gezielte Unterstützung der Forschungsarbeiten der Kollegiaten. Dies geschieht durch spezielle Lehrveranstaltungen zur Vermittlung fehlender methodischer Grundlagen sowie durch Querschnittsveranstaltungen, die den Kollegiaten Einblicke in verwandte Problembereiche der beteiligten Disziplinen geben und damit der im Promotionsbereich notwendigen Spezialisierung entgegen wirken. Darüber hinaus wird die Vermittlung fächerübergreifender Fähigkeiten angestrebt. Je nach fachlicher Herkunft und Vorwissen wird in Absprache mit den Betreuern für jeden Kollegiaten ein auf das zu bearbeitende Thema zugeschnittener Studienplan festgelegt, um eine Basis für die interdisziplinären Herausforderungen der Forschungsarbeiten zu schaffen. Die angestrebte Interdisziplinarität wird ebenso durch die Zusammensetzung der Betreuungsteams unterstützt. Ein umfassendes Gastwissenschaftlerprogramm sowie Auslandsaufenthalte der Kollegiaten fördern die zu erreichende Integration in die internationale Wissenschaftsgemeinde. Ausländische Kollegiaten werden im Graduiertenkolleg bestmöglich unterstützt, zum Beispiel durch Sprach- und Integrationskurse. Weitere Informationen zum Studienprogramm.

Anspruch

Das Graduiertenkolleg setzt sich somit zum Ziel ein Beispiel für die Integration und Ergänzung herausragender Forschung und innovativer Promotionsbetreuung zu geben.